Bericht zur Jahreshauptversammlung PDF Drucken E-Mail
TV-Jubiläum wirft seine Schatten voraus

TV Haßfurt feiert am ersten Juli-Wochenende – Harmonische Jahreshauptversammlung


Im Zeichen des 150-jährigen Vereinsbestehens, das am ersten Juli-Wochenende gefeiert werden wird, stand die harmonische und informative Jahreshauptversammlung des TV 1861 Haßfurt. Zweites großes Thema war der Sportpark Eichelsee, dessen Planung kurz vor dem Abschluss steht.

Das Jubiläumswochenende beginnt der größte Haßfurter Sportverein am Mittwoch, 29. Juni, mit einem Ehrenabend für langjährige und verdiente Mitglieder in der festlich geschmückten TV-Turnhalle. Am Freitag, 1. Juli, findet an gleicher Stelle der Festkommers statt. Der Festabend mit Musik für die jüngere Generation steigt am Samstag, 2. Juli, unter den Bäumen im „Löchle“ hinter den Tennisplätzen. Der Sonntag, 3. Juli, beginnt mit einem Festzug vom Marktplatz zum TV-Gelände, wo ein ökumenischer Gottesdienst stattfindet. Nach dem Mittagessen folgt ein Spiele-Nachmittag für die ganze Familie, der das Festwochenende beschließt.

 

„Es ist viel passiert“, sagte Vorstandsmitglied Helene Friedrich zum abgelaufenen ersten Jahr für die neugewählte, zehnköpfige TV-Führungsriege. Für Wirbel sorgte die beschlossene Investitionsumlage zugunsten des Neubaus. Es gab etliche Vereinsaustritte, was nicht überraschend kam, manche wurden nach erklärenden Gesprächen mit der Vorstandschaft aber wieder zurückgenommen. Insgesamt hat der TV Haßfurt momentan 1314 Mitglieder und damit 205 weniger als vor einem Jahr, was einem Minus von 13,5 Prozent entspricht. Bemerkenswert: 586 Kinder und Jugendliche stellen 44,6 Prozent der Mitglieder. Mit der Eröffnung des Sportparks rechnet man beim TV mit einem deutlichen Mitglieder-Zuwachs.

Trotz der aktuell gesunkenen Mitglieder-Zahl hat sich das Vereinsvermögen positiv entwickelt. Wie Finanzvorstand Udo Zehe sagte, liegt das wegen der gestiegenen Kosten eingeführten Energie-Euro und an den Sportpark-Spenden. Zehe: „Wir stehen gut da.“ Die Kostenberechnung für den Sportpark sei fast fertig gestellt, danach gehe es an die interne Auswertung und die Stellung des Bauantrags. Bis zum Beginn der Sommerferien soll im Stadtrat die Entscheidung über das Projekt gefallen sein.

„Die lange Anlaufzeit war gut, weil so viele Anregungen und Auflagen berücksichtigt werden konnten. Nun werden wir bald Ergebnisse haben“, sagte Horst Lohs, der Projektleiter für den Sportpark, der um „Begeisterung für unser Projekt“ und um Mitarbeit bat. Die letzten gravierenden Veränderungen waren die Höhersetzung der Halle aufgrund der Hochwasserplanung, die Verschiebung des Hallenstandortes um einige Meter Richtung Flugplatzstraße und die daraus folgende Neuanlage des Trainingsplatzes südlich der neuen Halle. Planerin Susanne Baur wies darauf hin, dass die barrierefreie Erschließung des Obergeschosses der Dreifachsporthalle durch eine Rampe in Bayern einmalig sein werde und einen Mehrwert für den TV bedeute.

Schon jetzt versuche man beim TV, die Angebote langsam Richtung Zukunft mit dem neuen Domizil umzugestalten, berichtete der Sportvorsitzende Klaus Zehe. Das Anbieten von zeitlich begrenzten, gegen Obolus auch für Nichtglieder offenen Kursen mache den TV spürbar zu einer echten Alternative zu anderen Anbietern. Künftig müsse man sich auch Gedanken über Angebote für Kinder und Jugendliche machen, die sich bewegen wollten, ohne Wettkampfsport auszuüben. Aus Zeitmangel kann Zehe sein Amt nicht länger wahrnehmen, er bedauerte das.

Klage über Helfermangel und die daraus folgende Absage einiger Veranstaltungen führte Harald Göb, der Vorstand Veranstaltungen. Nur beim Neujahrsempfang, an dem sich der TV erstmals beteiligen durfte, habe alles sehr gut geklappt. Göb wies darauf hin, dass man für das Jubiläumswochenende viele helfende Hände benötige. Die Abteilungen sollten sich stärker als bisher um Helfer kümmern.

Mit dem Hochwasser, das im Januar in zwei Wellen über das TV-Gelände kam, erlebte Georg Hiernickel, der Vorstand für Liegenschaften, gleich seine Feuertaufe. Mit der zweiten Welle am 14. Januar wurde die Tennishalle geflutet. Durch schnelles Handeln hätten sich die Schäden aber in Grenzen gehalten. Hiernickel lobte die TV-Senioren, die während des Hochwassers zahlreich zur Stelle gewesen seien. Sein besonderer Dank galt Platzwart Toni Zehe.

Der TV-Förderverein hat derzeit 62 Mitglieder, berichtete dessen Vorsitzender Manfred Plötz. Zum Jubiläum hat der Förderverein die Vereinsfahne von 1882 renovieren lassen. Die Berichte der Abteilungen werden in der Vereinszeitschrift „TV aktuell“ veröffentlicht. Jubiläum feiert heuer die Tennis-Abteilung, die seit 50 Jahren besteht. 

 
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